Ein zentrales Ergebnis der Umfrage lautet: Blogger werden zwar als Meinungsgeber und Publikum zunehmend ernst genommen, allerdings scheuen sich viele Firmen davor, per eigenem Blog zu kommunizieren.
Noch regiert die Scheu
Laut der Umfrage unterhält nur ein Drittel der befragten Unternehmen einen eigenen Blog. Die Mehrheit verzichtet nach wie vor auf Blogs als firmeneigenes Kommunikationsmedium. Während 36% der Teilnehmer den hohen Aufwand scheuen, einen eigenen Blog zu betreiben, befürchten sogar 12%, mit Blogs negativ aufzufallen. 33% verbinden mit einem Firmenblog keinen Mehrwert und ein Fünftel der Befragten hat sich mit der Frage nach einem eigenen Blog noch gar nicht auseinandergesetzt.
Beratung gefragt
„Wir registrieren bei vielen Firmen eine große Verunsicherung in Bezug auf Themen wie Web 2.0 und Social Media“, erklärt Christoph Schwartz, Inhaber von Schwartz Public Relations und DACH-Partner von Eurocom Worldwide. „Viele vermuten zwar, dass sich hier ungeahnte Potenziale auftun, aber die meisten Unternehmen wissen nicht, wie sie mit diesen neuen Medien umgehen sollen oder fürchten zuviel Transparenz. Da kommt uns Agenturen eine zentrale Beratungsaufgabe zu.“
Mitreden und Mitmischen
Über die Hälfte der Befragten, die bereits per Blog kommunizieren, sehen darin vor allem eine Chance, die Interaktion mit ihren Kunden zu intensivieren. Weitere 23% der aktiv bloggenden Firmen tun dies, um sich an branchenrelevanten Debatten und Themen zu beteiligen. Nur 14% werten Blogs als Chance, das Firmenprofil zu stärken, und 11% nutzen Blogging einfach als Mittel für die Suchmaschinenoptimierung.
Die Mehrheit der Befragten (76%) war sich allerdings in einem Punkt einig: Die entscheidende Veränderung desKommunikationsverhaltens der letzten zehn Jahre wurde in erster Linie durch die Internet-Suche per Google, Yahoo u.a. angetrieben.
Die Umfrage von Eurocom Worldwide erfolgte im Januar und Februar dieses Jahres unter 335 Führungskräften aus dem weltweiten Technologiesektor. In Deutschland, Österreich und Schweiz wurde die Befragung von Schwartz Public Relations durchgeführt.
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