Laut dem Bericht hat ein NDR-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage die Kündigung Heinzes bestätigt. Der Personalrat habe keine Einwände dagegen gehabt. Der Anwalt Heinzes hatte bereits angekündigt, gegen eine mögliche Kündigung zu klagen.
Wie der Mediendienst kress.de berichtet, hat der NDR nun offenbar ermittelt, dass Heinze für ein Drehbuch bei zwei verschiedenen Produktionsfirmen abkassiert hat. Unter dem Pseudonym "Marie Funder" verkaufte sie es an AllMedia, unter ihrem eigenen Namen an Network Movie - dafür hatte sie eine Nebentätigkeitsgenehmigung vom NDR. Bei dem Drehbuch handelte es sich um den nicht realisierten Film "Dienstage mit Antoine".
Heinze hatte bereits zugegeben, mehrere Drehbücher unter Pseudonym geschrieben und ihrem Mann Drehbuchaufträge zugeschanzt zu haben (prportal.de berichtete). "Dieser Fall ist auch eine herbe menschliche Enttäuschung", wird NDR-Intendant Lutz Marmor in dem Kress-Beitrag zitiert. Der Sender wolle nun prüfen, ob die bestehenden Regeln ergänzt werden müssten. Der NDR hatte nach Bekanntwerden des Skandals um Heinze bereits festgelegt, dass Autoren, die unter Pseudonym schreiben, künftig auch ihren Klarnamen angeben müssen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen wegen Betrugsverdachts.
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