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Dienstag, 7. Februar 2012

Bahn-Chaos nicht nur im Management

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"Der Fisch stinkt vom Kopf her", sagt ein altes Sprichwort. Hartmut Mehdorn (60) scheint diesen Spruch zu ignorieren - und auch sein Förderer Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nicht nur Wirtschaftsjournalisten fragen sich, warum Mehdorns Vorstandsvertrag vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert wurde.

An dieser Stelle müssen die chaotischen Vorkommnisse beim Bundesbahnmanagement, dem neuen Preissystem, den Verspätungen, Technikmängeln u.v.a.m. nicht weiter geschildert werden. Trotzdem: ein nicht genannter Geschäftsfreund soll sich besorgt gefragt haben, ob wohl Mehdorns Realitätssinn dahinschwindet. Habe es sich doch frühzeitig abgezeichnet, dass das neue, an Flugtarifen ausgerichtete Preissystem von den Kunden nicht verstanden, geschweige denn akzeptiert wird.

Mehdorn am 21. Mai auf der Berliner Bilanzpressekonferenz der Bahn: "Es ist uns nicht gelungen, das neue Preissystem sachgerecht und richtig zu vermitteln". Dieser Einsicht folgten Konsequenzen - zwar nicht bei ihm selbst, jedoch bei den Untergebenen: Topmanager Christoph Franz und Hans G. Koch sowie Anna Brunotte (hat das neue System angeblich "erfunden") wurden entlassen.

Frage: warum sind Marketing-Chef Klaus Daubertshäuser (59) (ehemaliger verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfratktion) und Kommunikationschef Dieter Hünerkoch (59) (ehemals leitender "stern"-Redakteur) ---> koepfe.de noch in Amt und Würden? Eigentlich konnte ihr Versagen nicht deutlicher beschrieben werden, als ihr Chef Mehdorn dies öffentlich tat.

Wahrscheinlich "stinken" bei Bahn-Management und -Kommunikation nicht nur die Köpfe. Wir können es alle selbst oder in den Medien erleben: verlorenes Vertrauen gewinnt man nicht durch Ruppigkeit im "Hau-ruck-Stil" zurück - notwendig wären auch personelle Konsequenzen, dann aber die richtigen. -fff-

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